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Selbstverteidigung Kampfsport, Kampfkunst, Erding, Rosenheim , Wing Tsun, Kung Fu, Kampf

 

7. Schlußwort

 

Hauptziel meiner Arbeit war die Beantwortung der Frage, ob im Kampfkunstunterricht, speziell im Wing / Tsun-Unterricht, gesundheitspädagogische Arbeit geleistet werden kann. Die Untersuchung dieser Frage führte zu vielen anderen Fragen, die für sich allein genommen, bereits den Inhalt einer Diplomarbeit abgeben könnten.

Gesundheitspädagogik ist ein noch nicht abgeschlossenes Forschungsgebiet, sie existiert nicht als Gesamterscheinung, als ein einziges Lehrbuch, das ich dann in Bezug zur Kampfkunst bearbeiten könnte. Gesundheitspädagogik ist in jedem Falle nur systemtheoretisch zu verstehen, verschiedene Theorien sind daher möglich und jeweils als Erklärungsmodell denkbar.

Viele der von mir aufgeworfenen Fragen habe ich nur kurz gestreift, dies auch in der Absicht, zumindest für das Thema meiner Arbeit eine befriedigende und schlüssige Antwort zu finden. Ich denke es ist mir auch gelungen, verschiedene Wirkmechanismen für gesundheitspädagogische Arbeit im Kampfkunstunterricht aufzudecken.

Prinzipiell ist für gesundheitspädagogische Arbeit die soziale Interaktion mit einem Partner unter Förderung der Reflexion des eigenen Verhaltens gut geeignet, was auch durch die Tatsache bewiesen wird, daß gesundheitsbildnerisch orientiertes Yoga mit Partnerübungen arbeitet.

Von der Arbeit mir einem Partner unterscheide ich Kampfkunstsysteme, die den Wettkampf in den Vordergrund stellen, Hier wird nur das praktiziert, was in unserer Gesellschaft ohnehin ständig stattfindet. Durch eine Beschleunigung des eigenen Lebens wird auf Kosten der eigenen Gesundheit eine Überlegenheit gegenüber anderen Menschen erzeugt, die es möglich macht, diese auszubeuten. Daß diese Rechnung am Ende nicht aufgeht, ist nur sehr schwer zu erkennen. Der erzielte Profit ist nur ein scheinbarer.

 

Einer der großen Vorteile der systemtheoretischen Interpretation von Gesundheitspädagogik ist der Faktor, daß bei dieser Interpretation viele Wirkmechanismen denkbar sind. Ich bin auf mehrere gestoßen, die sich gerade im Kampfkunstunterricht hervorragend einsetzen lassen. Durch den geradezu intimen Umgang mit dem Partner taucht vieles auf, was bei oberflächlichen Kontakten verborgen bleibt. Eingeschränkt wird die gesundheitpädagogische Arbeit im Kampfkunstunterricht vor allem durch die mangelnde Bereitschaft und das mangelnde Interesse der Schüler, sich darauf einzulassen.

In diesem Zusammenhang sind noch viele Möglichkeiten offen. Da ich in Erding Wing / Tsun auch als Kurs an der Volkshochschule unterrichte, ist mir die höhere Bereitschaft der VHS-Kursteilnehmer aufgefallen, sich auf auch anspruchsvolle pädagogische und gesundheitspädagogische Konzepte einzulassen. An meinen Schulen ist in dieser Hinsicht nur indirekte Arbeit möglich. Sehr interessant wäre es, an der VHS einen Kurs anzubieten, der die gesundheitspädagogische Arbeit mit den Mitteln der Kampfkunst in den Vordergrund stellt. Ich werde dies im Herbst 92 versuchen.

Ich glaube, daß meine Arbeit einen ersten Vorstoß in ein noch unerforschtes wissenschaftliches Neuland darstellt, und keinesfalls als abschließende Beurteilung des Themas zu verstehen ist. Im Zuge meiner zunehmenden Erfahrung als Kampfkunstlehrer und einer Verbesserung meines Verständnisses von Gesundheitspädagogik läßt sich dieser erste Entwurf sicherlich im Laufe der Jahre noch ausbauen, verbessern und erweitern,

 

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